Podcast
December 1, 2020

Multiaufsichtsrätin Simone Menne: "Arbeiten ohne Sinn? Das ist gruselig"

Womit fängt man an, wenn man über Simone Menne erzählen möchte?

Damit, dass sie eine selbstständige Galeristin ist? Dass sie die erste Frau an der Spitze eines DAX-30-Unternehmens war, nämlich der Lufthansa? Dass sie im Aufsichtsrat der größten deutschen Unternehmen sitzt, unter anderem der Deutschen Post und BMW? Oder dass sie im Führungsteam von Boehringer Ingelheim war? Simone Menne ist wahrlich ein Tausendsassa.

27 Jahre lang bei Lufthansa

In dieser WisR Talks Episode erzählt die heute 62-Jährige, wie ihre Employee Journey bei der Lufthansa war. Sie stieg mit jungen Jahren ein, arbeitete sich im Unternehmen über Stationen in Afrika und Frankreich hoch. Nicht immer ging es für sie dabei aber bergauf. Rückblickend ist sie dennoch dankbar dafür, dass damals alles so kam. "Man kann Karriere planen - ich habe es nicht gemacht", erzählt sie.

"Warum muss es in der Karriere denn immer bergauf und bergauf gehen? Wir sollten lernen und fördern, dass man in der Karriere auch einen Schritt nach unten gehen kann."

Neustart und New Work

Ihr Weg ist ein inspirierender. Er führte sie schließlich dazu, ihrer wahren Leidenschaft nachzugehen - der Kunst. Vor zwei Jahre eröffnete sie eine Galerie in Kiel, die sie neben ihren Aufsichtsratsmandaten heute noch selbst betreibt. Ganz im Sinne von New Work hat sie sich also ein Arbeitsleben kreiert, in dem sie ganz und gar nun den Sinn gefunden hat.

"New Work kann man lernen - das gilt für jedes Alter", ist sie überzeugt.

In dieser WisR-Talks-Episode erfahren Zuhörer außerdem, welche Konstellationen sich Simone Menne in Aufsichtsräten wünscht, was sie von Hierarchien hält (Spoiler: nichts) und was sie mit 90 Jahren noch erleben möchte. Hier finden Sie übrigens alle unsere WisR Talks Folgen.